HPV (Humane Papillomviren)

Die Papillomviren gehören zum Stamm der Warzenviren und sind im allgemeinen eher als ungefährlich einzustufen und fast jeder Erwachsene könnte schon eine Infektion durchgestanden haben ohne dies zu bemerken. Doch muss man sich nicht sorgen, diese Virenstämme werden im Optimalfall vom Immunsystem beseitigt. Aber natürlich sind es immer noch Viren und nicht jeder Fall verläuft gleich. So ist der Gebärmutterhalskrebs eine der häufigsten durch HPV verursachten Erkrankungen bei Frauen.
Humane Papillomviren befallen hauptsächlich Schleimhäute und die Haut. Der Verlauf ist meist symptomlos und in der Regel schnell vorbei. Bisher sind über 100 HPV Arten bekannt, einige von diesen verursachen nur harmlose Warzen auf der Haut. Doch 40 dieser Erreger befallen die Geschlechtsteile und den After. Übertragen werden die genitalen HPV über Geschlechtsverkehr, je nach Virenstamm kann es zu Warzenbildung am Geschlechtsteil oder Gewebeveränderungen an der Gebärmutter führen. Nur in wenigen Fällen entsteht ein bösartiger Tumor durch besondere Virenstämme. Diese Virenstämme werden zu den Hoch Risiko Typen gezählt, in über 70 von 100 Fällen von Gebärmutterhalskrebs sind diese Stämme die Ursache. Doch dies bedeutet nicht das von 100HPV Infekten, 70 mit Krebs enden. So sind von 100 befallenen Frauen mit HPV, circa 80 in der Lage den Virus aus dem Körper zu vertreiben. Bei den restlichen 20 sind ungefähr 10 von Gewebeveränderungen betroffen und nur 1 von den Hundert wird wahrscheinlich nach 15 Jahren an Gebärmutterhalskrebs erkranken.
Die Infizierung mit den genitalen Papillomviren erfolgt über sexuelle Kontakte, die Viren gelangen in abgelösten Haut- und Schleimhautzellen in den Genital- oder Analbereich. Dort können diese über Geweberisse und Verletzungen in den Körper eindringen. Über andere Infektionswege ist derzeit nichts bekannt. Ebenso ausgeschlossen werden kann die Übertragung über Gegenstände, es sei denn es handelt sich um einen der harmlosen Virenstämme die für Feigwarzen verantwortlich sind.
Der wirksamste Schutz ist keine sexuellen Kontakte, denn selbst ein Kondom schützt nicht vor den Viren. Da die Übertragung durch befallene Hautpartikel und nicht durch Körperflüssigkeiten verläuft. Mit den Impfstoffen die zur Verfügung stehen lässt sich auf jedenfall eine Prophylaxe gegen die Viren aufbauen. Doch als Therapie sind diese nicht geeignet.