Masern

Bereits seit dem 7. Jahrhundert tritt die höchst infektiöse Krankheit auf. Im Mittelalter führte die Erkrankung zu zahlreichen Todesopfern. Ein Beispiel ist der drastische Fall im Jahr 1848 auf Hawaii. Dort starben 40.000 der 148.000 Einwohner an den Folgen des Maservirus. Erst mit dem seit 1963 auf dem Markt erhältlichen Impfstoff kann das Virus eingedämmt werden. Doch auch noch heute treten vereinzelt Epidemien auf. Denn noch immer gelten die Masern als einer der häufigsten Infektionskrankheiten. Seit 2001 besteht eine Meldepflicht für Masern. Auch wenn weltweit sich laut der gemeldeten Fälle nur noch rund 580.000 Menschen mit dem Virus anstecken, liegt die Dunkelziffer jedoch viel höher.
Die Impfung kann mit zwei unterschiedlichen Kombinationen verabreicht werden. Zum einen die Masern-Mumps-Röteln-Impfung oder die Masern-Mumps-Röteln-Windpocken-Impfung. Ein Schutz für Kinder wird dann ab dem 11. Monat und dann noch einmal ab dem 15. Monat empfohlen. Normale Impfnachwirkungen können Abgeschlagenheit und Fieber sein. Da es sich um einen Lebendimpfstoff handelt, kann gelegentlich eine abgemilderte Form von Masern auftreten, die aber harmlos verläuft. In der Regel hält der Schutz ein Leben lang.