Poliomyelitis (Kinderlähmung)
Die Kinderlähmung ist eine Infektionskrankheit, die durch Polioviren die Nervenzellen des Rückenmarks befallen und im schlimmsten Fall zum Tod führen können. In der Regel tritt die Erkrankung zwischen dem dritten und achten Lebensjahr auf. Bereits 1840 wurde man auf die Kinderlähmung aufmerksam und 1960 kam der erste zuverlässige Impfstoff auf den Markt, mittels dieses Schutzes konnte die Erkrankungsrate drastisch vermindert werden. Jedoch gibt es immer noch vereinzelt Epidemien, die die Weltgesundheitsorganisation ausrottet möchte, in dem sie den Virus aushungern lassen will. Dafür muss allerdings eine weltweite Impfbereitschaft vorhanden sein. In den 1960ern gab es sowohl in der ehemaligen DDR wie auch in der Bundesrepublik die ersten Impfkampagnen gegen Kinderlähmung. Zunächst allerdings wurden den Kindern die abgeschwächten Erreger mittels einer Schluckimpfung verabreicht. Bereits vier Jahre nach der ersten Impfung sind gerade mal 17 Menschen, die an der Kinderlähmung erkrankten. Die letzten Fälle wurden 1992 in Deutschland erfasst. Seit 1998 erfolgt die Impfung mit einem Totimpfstoff mit einer Spritz
