Tetanus oder Wundstarrkrampf

Der Tetanuserreger ist ein Bakterium das die Nervenzellen des Bewegungsapparates befällt, bei der Vermehrung sondert der Erreger Clostridium tetani Toxine ab. Es werden zwei unterschiedliche Toxine erzeugt, das Toxin Tetanospasmin schädigt die Nervenzellen der Muskulatur. Das Toxin Tetanolysin greift das Herz an, diese Kombination von Toxinen führt bei nicht Behandlung zum Tod.
Wobei das Tetanolysin sich nicht beeinflussend auf den Verlauf der Infektion auswirkt. Das Tetanospasmin hingegen verbreitet sich über die Nervenbahnen bis hin zum Zentralennervensystem. Dort greift das Toxin die Proteine die zur Freisetzung von Neurotransmittern im Rückenmark wichtig sind an. Dies führt zu den typischen Symptomen des Wundstarrkrampfes.
Die Inkubationszeit ist nicht wie häufig gedacht nur 24 Stunden, sonder kann zwischen 3 und 21 Tagen liegen. In Ausnahmefällen können sogar Inkubationszeiten von einigen Monaten vorkommen. Die ersten Symptome sind ähnlich der einer Grippe, so treten Kopfschmerzen, Schwindel und Ermüdungserscheinungen auf. Darauf folgen Muskelschmerzen und Schweißausbrüche, sowie eine Kiefermuskulaturverkrampfung. Diese ist so stark, das der Mund nicht mehr geöffnet werden kann. Hierauf folgen die bekannten Symptome der Infektion, andauernde Muskelkrämpfe der Rücken und Nacken Muskulatur. Ebenso entstehen kurzzeitige Muskelkrämpfe in Armen, Beinen und Kehlkopf, diese dauern circa 2 Minuten und werden durch kleinste Reize hervorgerufen.
In Deutschland liegt die Infektionsrate bei 15 Fällen pro Jahr, wobei nur 3 zum Tode führen.
Die Behandlung der ausgebrochenen Infektion ist sehr kompliziert, bei leichten Fällen wird der Patient in einem dunklen und schallgeschützten Raum separat untergebracht. In schweren Fällen wird eine medikamentöse Muskelerschlaffung herbeigeführt, doch der Patient muss hierbei beatmet werden. Nach circa 4 bis 8 Wochen haben sich meistens genügend Antikörper gebildet.
Doch die beste Behandlung ist die Prophylaxe, so ist die Tetanusimpfung wesentlich schmerzfreier als eine Erkrankung. Die STIKO rät zur Impfung und zu Auffrischungsimpfungen alle 10 J