Tollwut
Tollwut ist eine Viren Infektion, diese verursacht eine Tödlich verlaufende Enzephalitis (Gehirnentzündung). Der Erreger ist vornehmlich das Rabiesvirus aus der Gattung Lyssaviren, doch gibt es weitere Genome Typen dieser Gattung die für Tollwut verantwortlich sind. Neben dem Rabiesvirus wird auch dem Mokolavirus, dem Duvenhagevirus und den Fledermauslyssaviren EBLV 1 sowie 2 die Erkrankung an der Tollwut zugeschrieben. Die Übertragungswege der Viren beschränken sich auf den Biss eines Infizierten Tieres, doch gibt es auch einen minimalen Prozentsatz bei Übertragungen über eine Schmierinfektion. Eine Mensch zu Mensch Übertragung jedoch wurde noch nicht beobachtet. Die Viren gelangen von der Eintrittsstelle über die Nervenzellen bis in das zentrale Nervensystem, von hier gelangt das Virus in andere Organe.
Der Verlauf der Virusinfektion beginnt mit Grippeartigen Symptomen, hierzu gehören Kopfschmerzen, Fieber und Appetitlosigkeit. Danach folgen neurologische Symptome, wie Angstzustände, Unruhe, Wasserscheue, vermehrter Speichelfluss, Aggressionszustände und in manchen Fällen Depressionen. Sehr auffällig ist die Angst vor Wasser oder Flüssigkeit, der Infizierte vermeidet Wasser zu Trinken oder den Speichel zu schlucken. Optische und akustische Wahrnehmung von Wasser führen zu Muskelkrämpfen und Unruhe.
Die Inkubationszeit des Virus kann zwischen 3 und 12 Wochen liegen, wobei es Fälle gibt in denen die Inkubationszeit sogar Jahre gedauert hat.
Eine Behandlung sollte schnellst möglich nach der Infektion erfolgen, ebenso ist es sinnvoll die Bissstelle mit Seifenlösung und Wasser auszuspülen um die Virenlast zu verringern. Dann erfolgt eine Impfung mit einem inaktiven Impfstoff und eine immunglobuline Immunisierung, zusätzlich wird eine Tetanusimpfung verabreicht. Die infizierte Person muss in intensivmedizinische Behandlung genommen werden.
Doch vorbeugen ist die beste Therapie, eine Impfung gegen Tollwut kann jederzeit durchgeführt werden und muss alle 5 Jahre aufgefrischt
