Windpocken (Varizellen)
Die Windpocken werden durch den Varizella Zoster Virus hervorgerufen, dieser ist ein höchst ansteckender Erreger. Mit 750.000 Erkrankungen jährlich sind die Windpocken die häufigste Virale Erkrankung in Deutschland. Seit 2004 wird eine Impfung gegen Windpocken empfohlen, seit dieser sind die Krankheitsfälle zurück gegangen.
Der Virus, auch bekannt als Humanes Herpesvirus 3, wird nur von Menschen getragen. Die vom Zoster Virus verursachte Erkrankung nimmt nur sehr selten einen schweren Verlauf, das Krankheitsbild ist meistens das gleiche. So sind neben Grippe ähnlichen Symptomen, eine Bläschenbildung und juckender Hautausschlag typisch für die Windpocken. Der Hautausschlag beschränkt sich nicht auf einzelne Körperpartien, auch sind verschiedene Ausschlagsformen normal für Windpocken. Diese verschwinden nach circa 10 Tagen.
Die Behandlung erfolgt symptomatisch, so werden die Pusteln mit Zinkpuder ausgetrocknet. Ebenso werden die körperlichen Beschwerden nur gelindert und nicht bekämpft. Bei einer Immunschwäche kann zusätzlich mit virushemmenden Medikamenten behandelt werden, das eigentliche Ziel der Therapie ist es den Juckreiz zu minimieren und weitere bakterielle Infektionen zu vermeiden. Die einzige Personen Gruppe die gefährdet ist, sind ungeborene Säuglinge, die kurz vor der Entbindung stehen. Da sich im Mutterleib in so kurzer Zeit nicht genügend Antikörper bilden können, besteht das Risiko von neurologischen Folgeschäden.
Vorbeugen kann man nur bedingt, so ist es sinnvoll nur immunisierte Personen zu dem Patienten zu lassen. Doch der Virus ist schon vor der tatsächlichen Erkrankung ansteckend, dies lässt wenig Raum für eine Vorbeugung. Der beste Schutz ist eine Impfung, diese wird von der STIKO empfohlen.
